Warum ist die Kombination so heikel?
Nasses Laub bildet eine glatte Schicht, und der Frost darunter macht daraus eine feste, kaum sichtbare Rutschfläche.
Feuchtes Laub verliert seine Struktur und legt sich wie eine dünne Folie auf Platten, Asphalt oder Holz. Bei Frost verbindet sich diese Schicht mit dem Untergrund – und wird zusätzlich hart.
Tückisch ist, dass die Fläche unauffällig aussieht. Anders als bei Neuschnee sieht man dem Gehweg nicht an, dass er rutscht.
Welche Stellen sind zuerst betroffen?
Schattige Wege, Treppenstufen, Holzterrassen und Bereiche direkt unter Bäumen.
Nordseitige Zugänge und schattige Durchgänge trocknen im Spätherbst kaum ab. Dort bleibt das Laub feucht, auch wenn der Rest des Grundstücks längst abgetrocknet ist.
Treppen sind besonders relevant, weil dort die Belastung punktuell auf die Kante kommt. Wer nur eine Fläche pro Woche räumt, sollte mit den Stufen anfangen.
Wie beugt man mit wenig Aufwand vor?
Zwei bis drei gezielte Durchgänge im Herbst reichen auf den meisten Grundstücken.
Statt jedes Blatt einzeln zu jagen, lohnt es sich, die Laufwege konsequent frei zu halten und den Rest liegen zu lassen, wo er nicht stört. Ein Laubhaufen in der Ecke ist ökologisch sogar sinnvoll.
Wer die Wege kurz vor dem ersten Frost noch einmal räumt, hat die grösste Wirkung. Wenn das zeitlich nicht aufgeht, übernehmen wir die Laubentfernung auch punktuell.
