Woran erkennt man eine volle Rinne?
Wasser tritt bei Regen über die Kante statt durch das Fallrohr – oft begleitet von Pflanzenbewuchs in der Rinne.
Am deutlichsten sieht man es bei starkem Regen: Statt am Fallrohr herunterzulaufen, tropft oder schwallt das Wasser über die Rinnenkante. Später zeigen sich Spuren an der Fassade, dunkle Streifen am Sockel oder eine ständig feuchte Stelle im Beet darunter.
Wächst Moos oder gar ein kleiner Ahornsämling in der Rinne, liegt das Material bereits länger dort.
Warum ist das im Winter heikel?
Stehendes Wasser gefriert – das Gewicht bleibt in der Rinne, und unter dem Überlauf entsteht Glätte.
Eine verstopfte Rinne trocknet nicht ab. Bei Frost gefriert das Wasser samt Laub zu einem kompakten Block, der zusätzlich Gewicht auf die Halterungen bringt.
Für den Alltag noch relevanter: Tropfwasser aus dem Überlauf gefriert genau dort, wo Leute gehen – vor dem Eingang, auf der Treppe, auf dem Zugangsweg. Aus einem Rinnenproblem wird so ein Glätteproblem.
Was kann man selbst machen?
Was vom Boden aus erreichbar ist – alles Weitere hängt von Höhe, Dachform und sicherem Stand ab.
Aussenabläufe, Roste und tief liegende Rinnen an Gartenhaus oder Carport lassen sich meist gefahrlos selbst räumen. Ein Handschuh, ein Eimer und anschliessend etwas Wasser zum Prüfen des Ablaufs reichen dafür.
Bei allem, was eine Leiter, rutschige Ziegel oder eine ungünstige Position über dem Eingang verlangt, ist es vernünftig, die Situation vorher anschauen zu lassen. Wir sagen offen, wenn eine Reinigung so nicht möglich ist – statt sie pauschal zuzusagen.
